Philosophie

Tattoo, Tätowierung, Ink, Tinte... diese und viele Begriffe mehr benennen die Kunst, mit der wir unsere Körper schmücken. Kunst, die wir auf ewig mit uns tragen und die vielleicht das Einzige ist, was wir "mitnehmen". Tattoos drücken innerste Gefühle, Sehnsüchte, Glaube und Überzeugung aus - oder auch mal gar nichts, stellen schlicht etwas dar, was uns gefällt und erhalten bleiben soll.

 

Ob mit tiefem persönlichem Bezug oder einzig aus Liebe zur Kunst (den reinen Spaß an der Freude nicht zu vergessen) - Tattoos sind untrennbar mit Träger und Trägerin verbunden. Ich bin der festen Überzeugung, dass Tattoos so einzigartig sein sollten, wie derjenige, der sie trägt. Aus diesem Grund bin ich kein Freund von der Praxis, Tattoos zu kopieren und auch ihr solltet bewusst etwas wollen, was ganz euer Eigen ist und niemand sonst hat.

 

Das bedeutet nicht, dass Motive sich nicht ähneln können, oder dass man sich nicht von etwas Bestehendem inspirieren lassen dürfte.

Natürlich kann das Rad nicht mit jedem Tattoo neu erfunden werden - im Gegenteil: nicht wenige Motive und Stile sind aufgrund ihrer Aussagekraft und Beliebtheit zu echten "Klassikern" geworden,- man denke an Rosen, Kreuze, Schädel [...].

Diese und unzählige weitere Motive und Ideen hat es schon immer gegeben, seit es Tätowierungen gibt und es kommen stetig neue dazu. Es gibt kaum einen Stil, in dem sich klassische Ideen nicht wiederfinden und das kommt schließlich nicht von ungefähr.

 

Von einem "Trend" sollte man sich meiner Meinung nach weder leiten, noch von etwas abhalten lassen. Ihr habt jeder euren eigenen Kopf, also benutzt ihn, lasst euch inspirieren aber macht nicht einfach nur etwas nach. Kleine Veränderungen, kleine Individualisierungen, werden im Nachhinein und auf lange Sicht einen großen Effekt haben. 

 


Ars Longa, Vita Brevis

 

"Die Kunst ist lang, doch kurz ist unser Leben"

nach Hippocrates, 460-370 v.Chr.